Die Orgeln in unserer Gemeinde

In unserer Gemeinde gibt es insgesamt fünf Orgeln in verschiedenen Gottesdiensträumen.

In der Elisabethkirche befindet sich über dem Eingangsbereich an der Westwand die Hauptorgel (Klais). Sie wurde im Jahre 2006 von der Orgelbaufirma Klais (Bonn) gebaut und im November 2006 mit einer festlichen Konzertwoche eingeweiht. Sie erklingt bei Konzerten aller Art sowie in den Gottesdiensten im Hauptschiff.

Im Hohen Chor befindet sich - etwas versteckt in der linken Wand über dem Eingang zum Elisabethschrein - die Chororgel der Firma Bosch aus dem Jahr 1960. Sie kommt bei Gottesdiensten im Hohen Chor sowie bei Trauungen zum Einsatz.

Für die Begleitung von Oratorien und anderen Konzerten dient die fahrbare Truhenorgel der Firma Woehl (2007) als Continuo-Instrument.

Darüber hinaus gibt es in der Kapelle St. Michael ("Michelchen") gegenüber der Elisabethkirche eine einmanualige Orgel der Firma Bosch (1962). Sie findet bei Taufen, Trauungen und im Gottesdienst für Kinder und Erwachsene Verwendung.

Im Gemeindesaal der Ortenbergkapelle befindet sich ebenfalls eine Orgel der Firma Bosch (1957), die in den dortigen Gottesdiensten zum Einsatz kommt.

 

 

Frühere Orgeln in der Elisabethkirche

Bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist in der Elisabethkirche eine Orgel vorhanden. In den Jahren 1465-68 werden Reparaturen an Pfeifen und Bälgen notwendig, und ein Orgelbauer aus Allendorf (Meister Johann) kommt, daz er der orgel daz hulen were. Sie pfeift also offensichtlich aus falschen Löchern. Die Erwähnung einer "großen Orgel" lässt darauf schließen, dass zu dieser Zeit bereits zwei Instrumente in der Kirche existieren.

Ab 1512 beginnen Vorarbeiten zur Errichtung einer gantz neuen Orgel; sie wird durch Arnold Rucker aus Seligenstadt errichtet. Im Jahr 1599 ist das Werk gantz schwer und hart zu schlagen, welches einen ieden Organisten perturbieret. Caspar Schütz aus Laubach führt umfangreiche Reparaturen durch; die alten Faltenbälge werden durch so genannte Spann-Bälge ersetzt.

Nach Aufzeichnungen aus dem Jahr 1680 ist eine Disposition mit Oberwerk und Rückpositiv zu rekonstruieren. 1723 gibt der Organist Johann Conrad Schellhase zu Protokoll: Pfeifen, Windladen und Bälge taugen nichts mehr, die Kirche brauche eine neue Orgel. Gegen Ende des Jahres 1745 kommt ein Umbau durch den Marburger Orgelbauer Johann Dietrich Schröder für 200 Reichstaler zum Abschluss.

Nach längerer Planungs- und Bauzeit entsteht bis 1860 im Zuge der Kirchenrenovierung eine Orgel der Firma Friedrich Helbig (Hanau). Einen Neuansatz bringt der Umbau der Orgel durch Wilhelm Sauer im Jahre 1899.

Die Vorgängerorgel des heutigen Instrumentes stammte aus dem Jahre 1963 und wurde auf Anregung des Organisten und Universitätsmusikdirektors Kurt Utz (1901-1974) von der Orgelbaufirma Bosch erbaut. Sie hat 55 Register auf 3 Manualen. Das Rückpositiv ist in zwei getrennten Gehäusen (C- und Cis-Seite) untergebracht; der Untersatz 32´ wird von der Vorgängerorgel übernommen.